Cornelia Baddack: Bewegte Frau am Rande der Frauenbewegung. Die Politikerin Katharina von Kardorff-Oheimb in der Weimarer Republik, in: Und sie bewegt sich doch! 150 Jahre Frauenbewegung in Deutschland – eine Jubiläumsausgabe, Ariadne 2015, Nr. 67/68, S. 90-98.

Katharina von Kardorff-Oheimb (1879-1962), Mitglied im ersten Reichstag für die Deutsche Volkspartei und eine der bekanntesten Politikerinnen der Weimarer Republik, spielt in der Forschungsliteratur zur deutschen Frauenbewegung kaum eine Rolle. Untersuchungen über das politische Engagement von Frauen nach dem zweiten Weltkrieg nahmen sie zwar explizit als eine der „führende[n] Vertreterinnen der alten Frauenbewegung“ (Elke Schüller) wahr. Über Form und Inhalt ihres frauenbewegten Engagements in der Zwischenkriegszeit aber gibt es bisher nur wenig Kenntnisse. Der Artikel stellt Kardorff-Oheimbs Agieren in politischen Frauenkontexten der Weimarer Republik vor und arbeitet eine ambivalente Positionierung der Politikerin am Rande der organisierten Frauenbewegung heraus. Sichtbar wird dies insbesondere bei einer Konstellation um 1930, welche die Akteurin in Konflikt mit dem Deutschen Staatsbürgerinnenverband – dem früheren Allgemeinen Deutschen Frauenverein – führte.
Die Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte wird herausgegeben von der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel. Jedes Heft der halbjährlichen Zeitschrift ist einem Themenschwerpunkt gewidmet.

 

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